Groupama gewinnt Volvo Ocean Race 2012

Nach kanpp neun Monaten hat sich das französische Team um Franck Cammas durchgesetzt. Mit 30 Punkten in Führung, stand bereits vor der letzten Etappe nach Galway fest, dass Groupama den Titel sicher hat.

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Kampf um Platz zwei nach Lorient

Kampf um Platz zwei? Wir waren die letzten Wochen leider sehr stark von unserer eigenen Segelei mit der X-119 Exocet abgelengt und daher steht Ihr nun vor vollendeten Tatsachen. Die Groupama hat den Fight über den Atlantic von Miami nach Lissabon und die achte Etappe von Lissabon in Ihren Heimathafen Lorient für sich entschieden. Heute starten die Crews zur letzten Etappe nach Galway!

Das In-Port Race hat Franck Cammas bereits für sich entschieden, man hat den Eindruck als wäre Team Groupama jetzt so richtig warm gelaufen. Mit dem ein oder anderen Experiment oder auch Fehlentscheidungen waren sie in den ersten Etappen eher eine Randerscheinung. Seit Ihrem Einlaufen in Iatjai mit “Mini-Mast” hat die Crew richtig durchgezogen und sich bereits jetzt den Gesamtsieg gesichert.

550 Seemeilen bis zum Ziel! Den Start live verfolgen auf http://new.livestream.com/volvooceanrace/Leg9start
Eine kurze aber sehr spannende Etappe auf dem Atlantik, denn die Wetterlage sieht nach Wind aus!

Der Kampf um Platz zwei beginnt um 13 Uhr!
Puma mit 200, Camper mit 196 und Ex-Führender Telefonica mit 194 Punkten kämpfen um die letzten Punkte um doch noch auf den zweiten Platz oder auch um noch unter die ersten Drei zu kommen. Abu Dhabi mit 124 Punkten ist weit ab von einem Platz unter den ersten Drei. Noch weiter davon entfernt ist Sanya mit 40 Punkten, durch drei nicht gesegelte Etappen.

Telefonica patzt bei Iatjai In-Port Race

Das In-Port Race im brasilianischen Iatjai startete nur mit fünf Yachten. Die sechste Yacht, Team Sanya, wird mit einem Ruderschaden direkt nach Miami zum Start der siebten Etappe verschifft.

Bei guten drei Windstärken konnten die fünf Teams gestern zeigen, was sie drauf haben. Bereits beim Start ging es zu Sache. Puma hat Groupama und Abu Dhabi nach Lee abgedrängt und musste einen Strafkringel drehen, hatte aber bereits seinen 500qm Spinnaker oben. Camper lag in LUV vor allen Yachten und nahm die Führung. Kurz darauf setzte sich Telefonica vom anderen Ende der Startlinie vor Camper.

Auf dem Amwind Kurs legte Puma wieder nach und wendete sich vor Abu Dhabi. Telefonica führt vor Groupama und Camper. An der vierten Bahnmarke, als man dachte das Telefonica nicht aufgehalten werden kann, verpatzte das spanische Team. Sie haben die Tonne falsch gerundet und das gesamte Feld ist an Telefonica vorbeigezogen. Franck Cammas konnte sein Glück nicht fassen.

Jetzt musste Camper seinen zweiten Platz gegen den bissigen Puma verteidigen. Was Ihnen auch gelungen ist. Sie sind auf Platz zwei hinter Groupama und vor Puma ins Ziel gesegelt. Darauf folgten Abu Dhabi und Telefonica.

Life at the Extreme

Leg 5 sah die höchste Ausfallrate in dieser Ausgabe des Volvo Ocean Race. Jetzt fragen viele Zuschauer, Segelfans, Segelexperten – sind die VO70 Yachten dieser Aufgabe nicht gewachsen? Im letzten Rennen des Volvo Ocean Race 2008/2009 gab es nur einen Mastbruch, in dieser Ausgabe bereits drei und die Etappe nach Iatjai hat nur Pumas Mar Mostro ohne Reperatur-Stop überstanden. Wird die Frage also zu recht gestellt? Ja.

Ian Walker (Abu Dhabi) und Chris Nicholson (Camper) reden in diesem Video über die Entwicklung der Yachten und Bedingungen zwischen den verschiedenen Ausgaben des Volvo Ocean Race.

Die Feststellung, ist auf den Punkt gebracht, die immer leichter werdenden Konstruktionen und der gleichzeitige Leistungsdruck durch den die Teams ihre Boot an die Grenzen führen. Warum muss Team Sanya immer wieder zurückkehren oder Bruch machen? Zum einen weil Sie ein altes Boot segeln und allein dadurch immer einen Tick hinten liegen und versuchen den letzten Knoten aus dem Schiff zu holen.

Auch auf den anderen Yachten sieht es da nicht anders aus. Bis auf Telefonica haben alle Yachten einen neuen Mast oder eine neue Rumpfpartie erhalten. Besonders Ian Walker, der 2008/09 schon ziemlich Probleme auf der Green Dragon hatte, muss mit einem gebrochenen Mast in der ersten Etappe und einer delaminierten Backbord-Bordwand im Südpazifik kämpfen. Derzeit liegt die Azzam im Hafen von Iatjai und wird für das In-Port Race heute Abend vorbereitet. Angekommen ist die Azzam, wie in Kapstadt, mit dem Frachter.

Chris Nicholson der mit seiner Camper in Chilie 4 Tage Stop machen musste um strukturelle Probleme am Rumpf der Camper zu lösen, sieht das ganze relativ einfach: “Schau Dir den Titel an – Life at the extrem -“. Soll heißen, wer am Volvo Ocean Race teilnimmt, an einem Rennen, dass sich “Leben im Grenzbereich” auf die Fahnen schreibt, dann sollte man davon ausgehen, dass man dort wirklich hinkommt. An die Grenzen von Mensch und Material.

Auf der nächsten Etappe von Iatjai nach Miami sollten nicht all zu viele Masten brechen. Auf die Etappe von Miami nach Lorient können wir jedoch gespannt sein, hier wird der ein oder andere Skipper den Rekord für die Atlantic-Überquerung brechen wollen…

Groupama und Camper sind wieder unterwegs

Soviel Bruch gab es in keinem der anderen Ausgaben des Volvo Ocean Race. Bereits in den letzten zwei Ausgaben, gab es gebrochene Großbäume und das Team Russia mit einer alten Yacht, die ähnliche Probleme hatten wie Sanya und sogar das gesamte Rennen beenden mussten. Aber so einen Verschleiß an Masten, Schotts und Rumpfsektionen gab es bisher noch nicht.

Die krassesten Schäden erlitt Team Sanya, die bereits auf der ersten Etappe einen Teil ihres Bugs “verloren” haben. Dazu reihte sich noch eine beschädigte Saling und nun wieder Schäden am Rumpf. Die abenteuerlichsten Lösungen jedoch haben Abu Dhabi mit einer OP am Unterwasserschiff mitten auf dem Pazifik und gestern die Groupama, die jetzt mit ihrem halben Mast in Richtung Itjai segelt und in gut einem Tag dort ankommen wird.

Camper hingegen hat ein neues Schott bekommen und muss jetzt 2000 Seemeilen aufholen!

Am Ende sind es wenige Meter

Eine Etappe, unterschiedlichste Bedingungen, verschiedene Routen und eine Strecke von über 3000 Seemeilen, also über 6000 Kilometern. Und die beiden führenden Teams erreichen das Ziel im brasilianischen Iatjai mit nur wenigen Metern Abstand!

Puma Oceanracing und Groupama führten das Feld über eine Woche an und Groupama hat seine Führung gehalten, bis der 32 Meter lange Carbon-Mast der Groupama gebrochen ist.

Telefonica hatte im Southern Ocean, dem Süd-Pazifik Stabilitästprobleme nach einem Crash mit einer Monsterwelle. Nach einem kurzen Pit-Stop am Kap Horn, hat Iker Martinez über 600 Seemeilen zu denen Führenden aufgeholt. Ken Read auf Pumas Mar Mostro hat die Führung gehalten und bis auf den letzten Meter verteidigt.

Niemand hat gesagt das es einfach wird

Die ersten zwei Teams haben bereits Kap Horn gerundet und somit den letzten Kalten und zu gleich härtesten Teil des Volvo Ocean Race bezwungen. Groupama führt das Feld gemeinsam mit Puma an, beide Teams sind zur wenige Meilen voneinander entfernt, derzeit sind es 30 Seemeilen.

Von den anderen vier Teams ist nur noch Abu Dhabi so richtig im Rennen. Die vier Teams wurden am härtesten von den riesigen Wellen und den Winden über 40 Knoten getroffen. Team Sanya musste als erstes Aufgeben und ist bereits wieder in Auckland angekommen und wird von dort nach Miami verschifft, da Sie auf dem normalen Weg nicht wieder aufholen können. Kurz darauf musste Camper, wegen eines beschädigten Schotts im Bugbereich seine Geschwindigkeit drosseln und ist auf dem Weg nach Chile um dort repariert zu werden. Telefonica hat vor gut einer Woche bereits mit heftigen Wellen kämpfen müssen und wurde von mehreren Monsterwellen “umgehauen”. Gestern Abend entschied sich das Team in Argentinien Stop zu machen um Schäden am Schiff zu beheben.

Abu Dhabi hat vorgestern Nacht einen delaminierten Teil des Rumpfs an der Backbord-Seite repariert. Und zwar indem Sie das Schiff mit dem Schwenkkiel auf die Steuerbordseite gelegt haben. Wirklich verrückt.

Hier noch das Video von Telefonica in den Riesenwellen:

Kampf mit dem Pazifik

Eine total menschenfeindliche Region, 4 Meter hohe Wellen und jede Menge Wind. Die sechs Crews kämpfen sich in Richtung Süd-Pazifik. Und sort wird es nicht viel besser.

Groupama führt die Flotte an, gefolgt von Puma und Telefonica mit wenigen Meilen Abstand. Danach folgen Camper und Sanya. Abi Dhabi hat gut aufgeholt, gestern waren es noch 600 Meilen Rückstand. Heute sind es nur noch 390 Seemeilen. Mal sehen ob Sanya seinen fünften Platz bis Brasilien halten kann.