International 14 Skiff

Die International 14 Bootsklasse ist ein 14 Fuß (etwa 4,27 m) langes Zweihand-Dinghy. Im frühen 20. Jahrhundert entstand diese Klasse in England. Die International 14 gehört zu einer der ersten internationalen Rennjollen, die von der ISAF (International Sailing Federation) anerkannt wurde. Bereits 1898 wurden erste Regatten vor Australien mit diesen Booten gesegelt. 1928 erlangte diese Klasse internationalen Status. Länge, Gewicht, Segelfläche, etc. unterliegen strengen Beschränkungen, Rumpf und Rigg hingegen dürfen teilweise verändert und angepasst werden. Um stets modern zu bleiben, wurde das International 14 regelmäßig überarbeitet. Heute ist es ein ultraleichtes Segelboot mit einem durchgelattetem Großsegel und asymmetrischem Spinnaker. Die 60 m² große Segelfläche erlaubt vor dem Wind hohe Geschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten.

Entwicklungsgeschichte der International 14

In der Entwicklung dieses Bootstyps gibt es vier Perioden. In der ersten Periode, „Displacement“ genannt, wird der Rumpf vor allem durch Auftrieb unterstützt. Sie sind oft schwerer als der „Planing“-Typ. Dieser wurde vor allem von Uffa Fox geprägt. Diese Boote hatten einen tiefen Oberschalenrumpf und ein breites Heck, das nach vorn in einer langen „V“-Form spitz zulief. Die nächste Entwicklung war die Trapez-Ära. Die Nutzung eines Trapezes war schon von Uffa Fox geplant, war aber lange Zeit verboten. Die neuste Entwicklung ist heute das Doppel-Trapez.

Regatten mit International 14-Beteiligung

Es gibt besonders in Australien, Kanada, Großbritannien, den USA, Deutschland sowie Japan große International 14-Felder. In Deutschland finden zwischen März und Dezember zahlreiche nationale und internationale Regatten statt. 2013 waren das unter anderem die Wettfahrten in der Lübecker Bucht auf der Travemünder Woche oder die Young Europeans Sailing in Kiel. Während an nationalen International 14-Regatten nur 15 bis 25 Boote teilnehmen, werden internationale Regatten durchaus von gut 100 Booten besucht.

Das International 14-Boot

Neben der maximalen Länge von 4,27 m sind eine maximale Breite von 1,83 m (Minimum 1,04 m), ein minimales Gewicht von 74,25 kg sowie eine am Wind Segelfläche von 18,58 m² erlaubt. Das Rigg darf maximal 7,62 m über das Deck hinaus ragen, der Bugspriet darf bis zu 2,74 m lang sein. Die Crew besteht aus zwei Personen, das Boot ist auch für Frauen geeignet. Das ideale Crewgewicht beträgt zwischen 130 und 170 kg, die Crew sollte sportlich sein, benötigt aber nicht viel Kraft. Das eigene Seglerkönnen ist bei diesem Boot deutlich wichtiger als Gewicht oder Material.